
…wenn auch unfreiwillig. Vor Kurzem habe ich gelesen, dass es psychische Traumata auslösen kann, wenn man sein Zuhause zu früh verlässt. Insbesondere, wenn man vom Land kommt und in die große Stadt geht. Ich habe gelesen, dass eine Art innere Zerrissenheit entsteht zwischen Stadt und Land, Abenteuer und friedlicher Heimat. Nicht ganz von der Hand zuweisen, wo der Autor doch auch auf einige berühmte Beispielpersonen eingeht. Was ist nun aber mit denen, die gar nicht vom Land kommen, sondern aus der Stadt stammen? Ist für die das Abenteuer schon vorbei? Man könnte den Schluss ziehen, dass es somit besser sein müsste die eigenen Kinder in der Stadt groß zu ziehen. Wie sollten sie sich sonst jemals vom friedvollen, idyllischen Landleben los reissen und berühmt oder wenigstens erfolgreich werden? Oder vielleicht gehört „das Land“ gleich ganz abgeschafft? Jetzt, wo wir doch schon vor mehr als 200 Jahren die Stadt angeschafft haben und sie uns das Abenteuer unseres Lebens verspricht, braucht doch keiner mehr das Land, oder doch?