Freitag, Februar 04, 2011

In Lorch sein



…wenn auch unfreiwillig. Vor Kurzem habe ich gelesen, dass es psychische Traumata auslösen kann, wenn man sein Zuhause zu früh verlässt. Insbesondere, wenn man vom Land kommt und in die große Stadt geht. Ich habe gelesen, dass eine Art innere Zerrissenheit entsteht zwischen Stadt und Land, Abenteuer und friedlicher Heimat. Nicht ganz von der Hand zuweisen, wo der Autor doch auch auf einige berühmte Beispielpersonen eingeht. Was ist nun aber mit denen, die gar nicht vom Land kommen, sondern aus der Stadt stammen? Ist für die das Abenteuer schon vorbei? Man könnte den Schluss ziehen, dass es somit besser sein müsste die eigenen Kinder in der Stadt groß zu ziehen. Wie sollten sie sich sonst jemals vom friedvollen, idyllischen Landleben los reissen und berühmt oder wenigstens erfolgreich werden? Oder vielleicht gehört „das Land“ gleich ganz abgeschafft? Jetzt, wo wir doch schon vor mehr als 200 Jahren die Stadt angeschafft haben und sie uns das Abenteuer unseres Lebens verspricht, braucht doch keiner mehr das Land, oder doch?

Dienstag, November 30, 2010

Persönlich sein

Wie immer schon geh ich gerne auf eure Kommentare ein. Sogar auf die inoffiziellen. Man hat sich nämlich inoffiziell gewünscht, ich solle doch mal etwas persönlicher sein, totalitärer, fataler. Wünschen ist scheiße. So ungefähr ^^ Deshalb, und weil mein Kopf außer mir selbst gerade ohnehin nicht übermäßig viel zu bieten hat, hier eine kleine Reihe Statements, die ich zur Not mit meinem letzten Hemd verteidigen würde. (Ja, so macht man sich Wortwendungen zu eigen und kaputt.)
Katzen sind neben Schnecken die allerbesten Tiere der Welt. Und wenn man Spongebob kennt, weiß man auch, dass Katzen und Schnecken in Wirklichkeit zweifaltig und daher sowieso identisch sind.
Schokolade ist lecker. Probiert es selbst. Ich bin gegen Rassismus, Gewalt, Krieg und Tierversuche. Und Oberflächlichkeit. Ich bin für Pazifismus, Schminke, Gerechtigkeit (wie Sailor Moon) und Nächstenliebe. Dem Thema mit der Ehrlichkeit und Wahrheit muss ich glaube ich einen eigenen Post widmen…
Und nun zu guter Letzt: Ich glaube, dass man durch pures Wünschen rein gar nichts erreichen kann. Das kann höchstens unterbewusst motivierend sein. Ich denke man lernt dabei nur hinzugucken, wenn man einen Wunsch erfüllt bekommt und aufzuhören sich nur auf die Wünsche zu konzentrieren, die nicht in Erfüllung gehen.

Dienstag, November 09, 2010

Verwünscht Sein

Kann man sagen, wenn man sich etwas wünscht, dann geht es in Erfüllung? Oder wenn man sich etwas wünscht, dann geht es trotzdem nicht in Erfüllung? Welche Aussage ist denn nun wahrscheinlicher? Kann man mit psychischer Gewalt irgendwelche Ereignisse heraufbeschwören?
Jede Menge Bücher beziehungsweise deren Autoren behaupten ja, dass es einfacher nicht sein könnte. Laut Bärbel Mohr kann man sich einfach einen Parkplatz beim Universum bestellen und Pierre Franckh erzählt in einer Geschichte sogar von einem Pony, das man durch pure Wunschkraft bekommen kann. Mein Pony ist bisher leider noch nicht bei mir angekommen, aber das sind ja womöglich nur temporäre Lieferschwierigkeiten. Überhaupt sind meine Kenntnisse vielleicht noch viel zu rudimentär. Ich hab bisher schließlich höchstens fünf Bücher zu dem Thema in meinem Regal stehen und spiele daher schon längst mit dem Gedanken mir auch noch „Wünsch es dir – Aber richtig!“ zuzulegen… Trotzdem ist die Theorie in meinen Augen noch etwas fragwürdig. Ich wünsch mir also was. Aber nicht einfach nur so, sondern so richtig – Auf Teufel komm raus ^^… Erst vor kurzem habe ich in einem Klatschblatt gelesen wie gefährlich die ganze Wünscherei angeblich enden kann. Wenn man sich etwa auf den Bahnübergang setzt und ganz viel wünscht, dass in den nächsten paar Stunden kein Zug vorbei kommt. Unter Umständen ist der Wunschgott oder von man auch immer eine prompte Lieferung erwartet, nämlich anderweitig beschäftigt. Oder man hat das Wunschformular falsch ausgefüllt. Schlussendlich komme ich jedenfalls zu dem Fazit, dass das doch alles viel zu kompliziert ist. Mit der ganzen Zeit und dem ganzen Geld, das ich aufbringen müsste um zu lernen wie ich mir was wünsche, aber so richtig, kann ich mir jede Menge Wünsche selbst erfüllen. Überhaupt macht es kaum so viel Spaß, wenn man sich für nichts mehr selbst Anerkennung zollen kann, weil es ja nicht der eigene Verdienst, sondern bloß erwünscht war.

Sonntag, Mai 24, 2009

Von "A" nach "B" ist es nur ein Atemzug


"Es kommt ein Zeitpunkt in deinem leben, an dem du realisierst, wer dir wirklich wichtig ist und wer es nie war. und spätestens drei Tage später kommt der nächste Zeitpunkt an dem dir das gleiche klar wird. unser gehirn macht halt nur aussagen ohne Gewähr. wie die Lottofee. Beziehungen sind ein Prozess. Liebe ist ein Prozess. Wenn man versucht sie aufzuhalten, fährt sie an einem vorbei. Das Leben erwartet von uns, dass wir uns ständig umorientieren. Deshalb sollte man sich jeden Tag vor Augen halten wie schnell von einem auf den anderen Tag ganze Welten zusammenbrechen können. Wie bei diesem Jenaspiel. Man muss nur einen einzigen Bauklotz herausziehen und schon fällt der ganze Turm in sich zusammen. "
(Ich kann den Originalspruch einfach nicht leiden. Alle sollten aufhören ihn mich ständig und überall in ihren Profilen und wo auch immer sehen zu lassen.

Montag, Mai 04, 2009

Mein Spiegelbild ist dein Spiegelbild

Wow. Es ist ja nicht mal einen Monat her seit ich das letzte Mal gepostet habe ^^ Entschuldigung an alle, denen ich falsche Versprechungen gemacht habe.
England ist ein wundervolles Land. Zu wundervoll um dort viel Zeit vor dem Computer zu verschwenden.
Egal wie man es sieht, es ist nie zu spät und deswegen werde ich jetzt auf den vorvorletzten Leserkommentar eingehen.
Ich finde dieses die-Ungewissheit-auf-die-Spitze-treiben sinnlos. Zu dem Ergebnis kommt man bei jedem Problem, wenn man es bis auf den Grund untersucht. Ganz am Ende hört alles im gleichen Punkt auf bzw. fängt am gleichen Punkt an. Nämlich da, wo man an die Grenze zum für Menschen Erfassbaren kommt. Alles was ich ausdrücken wollte war, dass man früher viel schneller an diesen Punkt gelangt ist und das Leben dadurch spannender und Zusammenhänge undurchsichtiger waren. Ich finde das immer noch positiv. Je weniger man sicher weiß, desto mehr Adrenalin.

Dienstag, März 10, 2009

Vampirkomplex, der

Obwohl ich immer gerne auf Kommentare eingehe, muss sich der Macher des jüngsten noch ein bisschen gedulden.
Heute geht es nämlich – obwohl ich noch immer nicht gelernt habe wie man sich im Edward Cullen Style schminkt – mal um was ganz anderes, allgegenwärtiges. Um gleich auf den Punkt zu kommen, es geht um Twilight. Fast jeder unter zwanzig und auch viele über zwanzig liegen dem Hype total zu Füßen und so auch ich, wobei das eindeutig nicht der geistigen, sondern der emotionalen Ebene zuzuordnen ist. Um jetzt zu „rezensieren“... in meinen Augen handelt es sich nicht um eine x-beliebige Idee, die die Träume eines Haufens von Teenagern bedient, sondern viel mehr ein neuromantisches Kunststück, das seine Entfaltung mit der Verfilmung des Romans perfektioniert. Universalpoesie und so. Ich finde, die Autorin erreicht mit ihrem Werk in sehr großem Maße, was die Romantiker früher, zumindest partiell erreichen wollten: Eine Öffnung und Hinwendung zur Welt der Träume und Poesie. Richtig eingelesen, eingedeckt mit Film und Soundtrack verliert man, sofern man nicht total spießig und phantasielos ist, leicht den Boden unter den Füßen und schwebt für eine mehr oder minder lange Zeit nur noch in einer Wolke von Sehnsucht und unerfüllten Illusionen umher. Skeptikern möchte ich an dieser Stelle ans Herz legen, dass ich nicht von mir speziell spreche, sondern über diese Tatsache unter „Kennern“ ein gewisser Konsens herrscht. Das Gefühl ist nicht vergleichbar mit dem Gefühl eines obsessiven World of Warcraft-Spielers, der als Kampfelf durch irgendwelche Fantasywelten streift. Der Unterschied liegt im Bezug zur Realität im Gegensatz zum Kampfelf, wissen die Twilight-Addicts ziemlich genau, dass sie weder in die Geschichte hinein, noch diese zur Realität lassen können. Sie haben keinen Eigeneinfluss auf die Storyline, was sie zu hilflosen bzw. dankbaren Zuschauern macht, in deren Köpfen immer präsent ist, dass sich der Vorhang irgendwann senken wird und sie der Realität, die neben der Illusion verblasst, wieder ins Auge blicken müssen.
Ob das ganze Spiel mit der Flucht in eine schöne Traumwelt nun positiv ist oder nicht, bleibt die Frage. Die stellte sich aber damals, zur Zeit der klassischen Romantik genauso. Beschränkt man seinen Wahrnehmungshorizont allerdings auf die paar Dinge, die in den Grenzen der „greifbaren Realität“ möglich sind, machen weder Realität noch Illusion mehr Spaß.

Sonntag, Februar 22, 2009

Nichtwissen ist Ohnmacht?

Wieder einmal habe ich mir extrem viel Zeit gelassen, mal wieder was zu schreiben. Und wieder einmal inspiriert mich ein netter Leserkommentar dazu es doch noch zu tun. Genau genommen weiß ich sogar schon, was in den übernächsten Eintrag soll. Ich gehe nämlich auf Leserwünsche ein.
Dennoch geht es wieder nicht um die Katze, sondern um Ungewissheit. Der Kommentator ist der Ansicht, Ungewissheit sei die Quelle vieler negativer Gefühle. Auf den ersten Blick stimmt das natürlich, aber auf den zweiten kein bisschen.
Mit dem Lauf der Geschichte ist die Gewissheit, zumindest die scheinbare Gewissheit eindeutig gestiegen. Was man früher noch als Zauberei, Götterwillen etc. eingestuft hat, ist heute wissenschaftlich erklärbar. In meinen Augen macht dieser Umstand das Leben langweiliger. Jede Gewissheit macht das Leben etwas öder. Man mag es im Moment der Ungewissheit, wenn man zum Beispiel auf einen Anruf des potenziell zukünftigen Dates wartet,zwar meist nicht wahrhaben, aber gerade diese Ungewissheit und Hilflosigkeit macht den darauffolgenden (wenn er folgt) Anruf so wertvoll. In manchen Situationen ist es auch besser nichts zu wissen, weil das, was man wissen könnte, vielleicht schmerzhafter wäre, als die Ungewissheit.
Ich glaube daher, dass Ungewissheit auch Quelle vieler positiver Gefühle ist. wie der Nil. Fluch und Segen zugleich.