Freitag, Oktober 24, 2008

Ungerechte Welt

Dieser Post bezieht sich direkt auf den Kommentar, den ich zu meinem letzten Post bekommen habe, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob soetwas üblich ist.
Jedenfalls meint der letzte Eintrag keineswegs, dass die Welt gerecht wäre. Kann ja sein, dass man für das Pech seinen Arbeitsplatz zu verlieren nur das Glück von einer schimmligen in eine kleinere saubere Wohnung zu ziehen bekommt. Das gleicht sich nicht direkt aus, besonders auch, weil manche Menschen vom Pech verfolgt und andere vom Glück begünstigt zu sein scheinen.
Aber auch an anderen Kriterien ist es einfach zu erkennen, wie ungerecht das Leben ist. Ich erinnere mich dabei an eine Religionstunde aus der siebten Klasse, in der ich von vielen anderen, die der Ansicht waren, die Welt sei gerecht, regelrecht ausgebuht wurde, weil ich auch da schon wusste, dass die Welt böse und gemein sein kann. Jedenfalls hat man als Gegenargument angeführt, dass man für die Eigenschaft, die einem vielleicht fehlt eine andere hat. Wenn man also kein Mathe kann, ist man halt in Deutsch gut, so ungefähr. Aber da kann leicht ein starkes Ungleichgewicht auftreten. Ein Kind im Entwicklungsland, kann nämlich noch so gut in Mathe sein, den Mangel an Nahrungsmittel, in den es unschuldig hineingeborgen wurde, wiegt das ja eher nicht auf...
So ungefähr ist es meiner Meinung nach auch mit dem Glück und dem Pech. Allerdings ist dabei auch viel davon abhängig, ob man glaubt, dass ein kleines Glück ein großes Pech vielleicht manchmal doch ausgleichen kann.

Sonntag, Oktober 12, 2008

Pech ist das neue Glück


Das Pech des einen ist das Glück des anderen. In vielen Fällen zumindest. Beispielsweise, wenn jemand Geld verliert (das nehmen wir mal als Pech an) und jemand anderes es findet (das wäre dann wohl Glück). Kann man aber nicht auch das eigene Pech aus einem bestimmten Blickwinkel als Glück betrachten, es irgendwie positiv (wieder-)verwerten? Wenn man Pech hat, bringt man, wie eben festgestellt, meistens jemand anderem Glück. Man wird zum Beispiel entlassen und jemand anderes wird eingestellt. Man wird verlassen und jemand anderes kann gefunden werden. Macht es nicht auch glücklich, anderen Leuten Glück zu bringen? Obwohl es vielleicht ein bisschen weit geht, könnte man Pechvögel demzufolge ja genauso gut auch als Glücksbringer bezeichnen. Vielleicht ist es sogar möglich eine Art Kette in Gang zu setzen, indem man Pech hat, das jemand anderen glücklich macht, der dadurch wiederum in einem anderen Lebensbereich Pech haben müsste. Beispielsweise bekommt er die Stelle, aus der man gerade entlassen wurde, wird dafür aber von seinem Partner verlassen, weil für diesen jetzt nicht mehr genug Zeit übrig ist. Er hat also auch Pech, wodurch der nächste Glück bekommt. Es ist gewissermaßen befreiend zu wissen, dass das eigene Pech nicht nur Glück für jemand anderen, sondern vielleicht auch für einen selbst bedeuten kann, wenn man nicht vergisst, dass es niemals möglich ist nur zu nehmen oder nur zu geben.

Dienstag, Oktober 07, 2008

Das erste Mal

...tut beim bloggen glücklicherweise gar nicht weh. Noch nicht mal ein bisschen, weil ich meinen ersten Besuchern ja erstmal nur erklären will, was dieses Blog ist und wovon es handelt und warum ich es schreibe.
Es war eine lange, anstrengende Angelegenheit, zu entscheiden was für eine Art von Blog es werden sollte. Nach mehr oder weniger eingehender Lektüre des empfehlenswerten Buches "Blogging for Dummies" wusste ich immerhin schon mal, dass es überhaupt verschiedenen Typen von Blogs gibt. Ein persönliches Tagebuch - Blog oder ein Themenbezogenes. Keine großartigen Auswahlmöglichkeiten, besonders da das Wort "persönlich" schon suggeriert, dass es eigentlich keiner lesen soll und "themenbezogen" extrem langweilig klingt. Was das hier wird, ist daher eher ein experimentelles Mischmasch. Ich gebe euch einen Einblick, in die Themen, die mich beschäftigen und dazu anregen über den Tellerrand hinauszublicken ohne dabei irgendwelche privaten Details auszuplaudern. Kann sein, dass ich teilweise ein paar allegorisch zu verstehende ausgedachte Geschichten einbringen muss, um deutlicher zu werden... Was sich genau hieraus entwickeln wird, ist noch nicht ganz abzusehen, was mir persönlich allerdings gefällt, wo doch schon Shakespeare wusste: "
Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen"