Wieder einmal habe ich mir extrem viel Zeit gelassen, mal wieder was zu schreiben. Und wieder einmal inspiriert mich ein netter Leserkommentar dazu es doch noch zu tun. Genau genommen weiß ich sogar schon, was in den übernächsten Eintrag soll. Ich gehe nämlich auf Leserwünsche ein.
Dennoch geht es wieder nicht um die Katze, sondern um Ungewissheit. Der Kommentator ist der Ansicht, Ungewissheit sei die Quelle vieler negativer Gefühle. Auf den ersten Blick stimmt das natürlich, aber auf den zweiten kein bisschen.
Mit dem Lauf der Geschichte ist die Gewissheit, zumindest die scheinbare Gewissheit eindeutig gestiegen. Was man früher noch als Zauberei, Götterwillen etc. eingestuft hat, ist heute wissenschaftlich erklärbar. In meinen Augen macht dieser Umstand das Leben langweiliger. Jede Gewissheit macht das Leben etwas öder. Man mag es im Moment der Ungewissheit, wenn man zum Beispiel auf einen Anruf des potenziell zukünftigen Dates wartet,zwar meist nicht wahrhaben, aber gerade diese Ungewissheit und Hilflosigkeit macht den darauffolgenden (wenn er folgt) Anruf so wertvoll. In manchen Situationen ist es auch besser nichts zu wissen, weil das, was man wissen könnte, vielleicht schmerzhafter wäre, als die Ungewissheit.
Ich glaube daher, dass Ungewissheit auch Quelle vieler positiver Gefühle ist. wie der Nil. Fluch und Segen zugleich.
1 Kommentar:
Du (ich hoffe, dass es für dich kein Problem darstellt, wenn ich dich hier Blogger-Neu-Deutsch einfach duze?) verwischst hier Dinge. Denn ich rede nicht von außergesellschaftlicher Ungewissheit, sondern von Innergesellschaftlich, also Zwischenmenschlicher Ungewissheit. Natürlich steigen Wissenschaftliche Erkenntnisse, doch die eigene Ungewissheit um des menschens Daseinszweck sind so erhaben wie eh und je. (So am Rande möchte ich um Entschuldigung für sämtliche orthographischen Fehler bitten, ich bin nicht in der Situation mich eines nüchternen Gemüts zu erfreuen) Und grade diese Ungewissheit, die eigene Unsicherheit, die Angst um die eigene Existenz, den Sinn und der Erscheinung des Wesens, dass man bezeichnet, ist es, was uns unser Selbstgegebener erhabenen Willenserscheinung enthebt. Wir wissen nicht woher wir kommen, doch was viel schlimmer ist, wir wissen nicht einmal, wohin wir wollen. Denn das Verständnis des Wollens ist uns zumeist nicht gegeben. Meistens sind wir nur fähig zu erkennen, DASS wir wollen, jedoch nicht WARUM. Ebenso können wir nicht erkennen WIE wir wollen. Das alles führt wohl oder übel in einen Zustand vollkommener Unmündigkeit, den wir nicht akzeptieren wollen, aber müssen. Darin liegt das Dilemma unserer Wahrnehmung. Zu sehen, doch nicht zu wissen.
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